Sind Mischlingshunde auch eine Hunderasse?

Mischlingshunde sind beliebte Vierbeiner mit individuellem Aussehen

Neben den vielen verschiedenen Hunderassen, gibt es in Deutschland auch sehr viele Mischlingshunde. Manche Halter bevorzugen sie sogar und würden viel eher einen Mischling als ein Rassetier in ihr Haus holen wollen. Dies zeigt sich vor allem daran, dass von den in unseren Häusern und Wohnungen lebenden Vierbeinern zwischen 30 und 60 Prozent Mischlingshunde sind. Sie gehören keiner bestimmten Rasse an und sind die durch Zufall entstandene Kreuzung zweier verschiedener Rassetiere oder auch unterschiedlicher Mischlinge. Trotzdem werden die Mischlingshunde von ihren Besitzern nicht weniger geliebt. Sie sind Unikate und können sehr gute charakterliche Eigenschaften haben.

Die weiteren Vorteile von Mischlingshunden sind:

  • sie sind oft robuster als reinrassige Vierbeiner
  • sie leiden weniger oft an genetisch bedingten Krankheiten
  • sie sind häufig fruchtbarer
  • sie leben meist länger als Rassehunde
Studien über Mischlingshunde haben gezeigt, dass diese im Gegensatz zu ihren reinrassigen Artgenossen tatsächlich eine höhere Lebenserwartung haben und auch robuster und weniger anfällig für Erbkrankheiten sind. Dies wird "Kreuzungsvitalität" genannt. Die bekannten Rassen entstanden durch gezielte Auslese von Tieren mit bestimmten Eigenschaften und zielgerichteter Inzucht. Dadurch wurde bei manchen Rassen aber auch der Genpool immer kleiner und "schlechte" Gene traten immer häufiger auf. In einem Mischlingshund sind deswegen wieder unterschiedliche Gene vereint und meist sind hier auch die "guten" Erbanlagen beider Elterntiere dominant.

Designer Hunde sind absichtlich gezüchtete Mischlingshunde aus dem Vereinigten Staaten

Ein neuer Trend in der Zucht von Hunden sind die sogenannten

Designer Hunde
Hierbei handelt es sich um einen Modetrend aus den USA, bei dem Mischlingshunde absichtlich gezüchtet werden. Zwei verschiedene Rassen werden unter Berücksichtigung ihrer Eigenschaften gekreuzt, dabei entstehen meist sehr schöne oder sehr niedliche Mischlingshunde. Diese Tiere werden unter dem Namen Designer Hunde verkauft und es werden teilweise sehr hohe Summen für sie bezahlt. Viele Züchter sprechen auch von neuen Rassen, es handelt sich aber nach wie vor um Mischlingshunde. Verpaart man zwei Designer Hunde, entstehen dabei wieder völlig anders aussehende Welpen mit anderen Charaktereigenschaften als die der Elterntiere. Es müssen daher immer wieder die beiden Ausgangsrassen gekreuzt werden, um die designten Mischlingshunde zu erhalten. Von einer neuen Rasse ist man hier also noch weit entfernt, obwohl manche Designer Hunde schon seit etwa 15 Jahren gekreuzt werden. Damit aus den Mischlingshunden eine anerkannte Rasse werden kann, bräuchte man allerdings mindestens sechs genetisch voneinander unabhängige Zuchtlinien, was etwa 100 Tiere umfassen würde. Dies erfordert allerdings einige Jahrzehnte seriöse Zucht.

Weiter gibt es Mischlingshunde, die immer wieder für einen bestimmten Zweck gekreuzt werden aber keine eigene Rasse darstellen und zum Beispiel als Arbeitshunde verwendet werden. Dies sind der Lurcher, der Longdog und der Cathoula Bulldog. Diese Mischlingshunde werden bereits seit fast einem Jahrhundert gekreuzt.

Mischlinge aus Hund und Wolf sind unberechenbar und ihre Haltung dient nur dem Fanatismus des Menschen

Ein Mischling aus einem Hund und einem Wolf (Wolfsybrid und Wolfsmischling) mag für viele sehr reizvoll erscheinen. Auch dieser Zuchttrend stammt aus den USA, hier ist er weiter verbreitet als bei uns. Von der Überlegung sich solch einen Mischling ins eigene Haus holen zu wollen, sollte man allerdings dringend absehen.

Hunde wurden über Jahrtausende vom Menschen gehalten und haben sich an seine Lebensweise angepasst, der Wolf ist heute immer noch ein wildlebendes Tier. Dies kann man auch an seinem Verhalten und seiner Lebensweise erkennen, die sich stark von unseren Vierbeinern unterscheidet. Beide gehören zwar zur selben Art und lassen sich auch untereinander kreuzen, die so entstandenen Mischlinge können aber unberechenbar sein.

Probleme sind vorprogrammiert, selbst ein Mischling mit geringem Wolfsanteil zeigt ein ausgeprägtes und unberechenbares Jagdverhalten und stellt damit eine sehr große Gefahr für Menschen dar. Solche Tiere werden fast nie stubenrein und sind zudem sehr auf das eigene Rudel bezogen oder neigen im anderen Extrem dazu Einzelgänger zu sein, was zu großen Schwierigkeiten im täglichen Umgang führt. Auch die jahrelange Erfahrung eines passionierten Hundehalters reicht für diese Mischlinge nicht aus. Die Haltung eines Hund-Wolfs-Mischlings dient deshalb nur dem Egoismus des Menschen und ist im Grunde Tierquälerei und hat nichts mehr mit der Liebe zum Tier zu tun. Ein halbwildes Tier gehört nicht in ein Haus und fühlt sich hier auch nicht wohl, man benötigt außerdem für die Haltung solcher Mischlinge eine Genehmigung, da Wölfe (und auch deren Nachkommen) unter das Artenschutzgesetz gestellt sind. Experimentelle Züchtungen von Wolfs- Mischlingen sind der Puwo und der Wopu.

Wir haben die bekanntesten Arten der absichtlich gekreuzten Mischlingshunde hier für sie übersichtlich alphabetisch aufgelistet

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1 Mischlingshund Cockerpoo 621
2 Mischlingshund Goldendoodle 710
 

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